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Phishing-Mails wollen Ihre Zugangsdaten oder bringen Schadsoftware mit. Sie sind längst nicht mehr an schlechtem Deutsch zu erkennen – dafür an ihrem Muster.

Die sieben Prüfpunkte

Prüfen SieVerdächtig ist …
Absenderadresse… was hinter dem @ steht. service@paypa1-sicherheit.de ist nicht PayPal. Der angezeigte Name lässt sich frei wählen.
Anrede… „Sehr geehrter Kunde“, obwohl das Unternehmen Ihren Namen kennt.
Zeitdruck… „innerhalb von 24 Stunden“, „Konto wird gesperrt“, „letzte Mahnung“.
Links… wenn die Statusleiste beim Zeigen auf den Link (nicht klicken!) eine völlig andere Adresse zeigt als der Linktext.
Anhänge… unerwartete Dateien, besonders .zip, .html, .iso sowie Office-Dateien, die zum Aktivieren von Makros auffordern.
Inhalt… eine Rechnung für etwas, das Sie nie bestellt haben, oder ein Paket, das Sie nie erwartet haben.
Bitte um Daten… jede Aufforderung, Passwort, PIN oder TAN einzugeben. Seriöse Anbieter fragen so etwas nie per E-Mail.

Achtung: Der Chef-Trick

Besonders gefährlich sind Mails, die scheinbar von der Geschäftsführung kommen und eine „dringende, vertrauliche Überweisung“ verlangen – oft während einer Urlaubsabwesenheit. Rufen Sie in solchen Fällen unter der Ihnen bekannten Nummer zurück, niemals unter der in der E-Mail genannten.

Was tun bei Verdacht?

  1. Nicht klicken, nichts öffnen, nicht antworten – auch nicht mit „Abmelden“.
  2. Im Zweifel den Absender über einen bekannten Weg kontaktieren: Telefonnummer aus dem Vertrag, Internetseite selbst im Browser eintippen.
  3. Die Mail an uns weiterleiten oder ein Ticket eröffnen, wenn Sie unsicher sind.
  4. Erst danach löschen.

Schon geklickt – was jetzt?

Sofortmaßnahmen

Ruhe bewahren, aber schnell handeln. Peinlich ist nur, es zu verschweigen – jede Minute zählt.

  1. Passwort ändern – zuerst beim betroffenen Dienst, danach überall dort, wo Sie dasselbe Passwort verwendet haben.
  2. Netzwerkverbindung trennen, wenn Sie einen Anhang geöffnet haben: Netzwerkkabel ziehen bzw. WLAN ausschalten. Den Rechner aber nicht ausschalten.
  3. Uns informieren – Ticket mit hoher Dringlichkeit oder Anruf.
  4. Bei Bankdaten: Bank anrufen und Karte bzw. Zugang sperren lassen.

Tipp

Der beste Schutz ist ein Passwort-Manager: Er trägt Zugangsdaten nur auf der echten Internetadresse ein. Bleibt das Feld auf einer gefälschten Seite leer, ist das ein sehr deutliches Warnsignal.

Hat das geholfen?

Falls noch etwas offen ist: Ticket erstellen – wir kümmern uns darum.

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